OP7
Dachwohnung in der Altstadt 1986

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Das Bauwerk mit gotischem Mauerwerk stammt aus dem Jahre 1490, der Dachstuhl ist ca. 250 Jahre alt und wurde einst aus zwei wiederverwerteten Dachstühlen zusammengebastelt. Die fragilen und faulen Dach- und Deckenkonstruktionen waren im Laufe der Zeit mit dem Einbau etlicher Stützen, da und dort verstärkt worden. Durch den Bau der Dachwohnung mussten diese Prothesen weichen.
Der alte Dachstuhl wurde repariert und die schwachen Deckenbalken wurden dann an dem, zu einem „Hängesprengwerk“ umgebauten Dachstuhl, aufgehängt.
Das bisher nur durch primitive Leiterstiegen erschlossene Dachgeschoß erhielt eine neue Treppenanlage. Die Giebelfassade, durch unproportionierte Fenstereinbauten in den 50er-Jahren entstellt, erhielt im Dachgeschoß eine neue Dreierkombination von Fenstern. Die ehemaligen Fensteröffnungen wurden mit anfallendem Steinmaterial kunstvoll geschlossen. Der in der Mitte gelegene Hauptwohnraum wird direkt von der Stiege aus betreten. Über ihn sind Nebenräume wie Garderobe, WC, Bad, Gästezimmer, Büro und Küche erreichbar. Auch führt von dort aus eine „Geheimtreppe“ in das im Spitzboden gelegene Schlafzimmer. Die Wohnfläche beträgt 75 m².